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Die Puppenmutter Käthe Kruse

 

kersa-handwerk Im Laufe der Jahre hat die erste Käthe Kruse Puppe viele Geschwister bekommen: Sie heißen unter anderem Schlenkerchen, Träumerchen oder Rumpumpel. Die Friedebald-Puppe mit einer kämmbaren Echthaar-Perücke war nach Kruse-Sohn Friedebald benannt worden. Käthe Kruse wurde am 17. September 1883 als Katharina Simon bei Breslau geboren. Sie war mit dem 30 Jahre älteren Bildhauer Max Kruse verheiratet und starb am 19. Juli 1968._ "Spielzeug aus eigener Hand" - so lautete der Titel der ersten Ausstellung, bei der die Puppenmacherin 1910 ihre Geschöpfe im Berliner Warenhaus Tietz ausstellte. Das Geheimnis ihres Erfolgs lag darin, dass die Puppen realen Kindern so ähnlich sahen. 1911 bekam die mehrfache Mutter den ersten offiziellen Auftrag: Sie sollte 150 Puppen nach New York liefern! Es kam zu einem Folgeauftrag für 500 Puppen. Nun war es an der Zeit, eine Werkstätte in Bad Kösen zu errichten. Aber auch international machte die junge Unternehmerin, Mutter von sieben Kindern, von sich reden: Sie präsentierte ihre Puppen erstmals 1913 bei der Weltausstellung in Gent, später in Barcelona und in New York. Und sie erhielt viel Lob für die menschliche Ausstrahlung ihrer Puppen; so beispielsweise bei der Weltausstellung 1937 in Paris, wo sie für ihre lebendig wirkenden Schaufensterfiguren mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde._ Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Kruse-Sohn Max in Bad Pyrmont ein Zweigwerk; Sohn Michael leitete einen weiteren neuen Firmensitz in Donauwörth. Dorthin verlegte die Unternehmerin ab 1950 auch die gesamte Produktion. Die Ur-Werkstätte in Bad Kösen wurde zum volkseigenen Betrieb nach DDR-Muster umfunktioniert. Nachdem sich beide Söhne beruflich umorientiert hatten, Michael, der Physiker, ging nach Südafrika, Max entschied sich für die Schriftstellerei („Urmel aus dem Eis"), übernahm deren Schwester Hanne Adler-Kruse im Jahre 1958 die Leitung der Firmengeschäfte. Das „Däumlinchen", ihr erstes Modell, erwies sich bei der Nürnberger Spielwarenmesse 1957 bereits als ein Riesenerfolg. Seit 1967 kommen aus dem Unternehmen Puppen und Spielwaren für alle Altersgruppen. Hanne Kruse erschloss sich mit der Erweiterung der Produktpalette auf Frottee-Produkte, Bälle und Tiere neue Geschäftsfelder; später kamen noch weitere Accessoires wie Taschen, Schlafsäcke oder Decken hinzu. Auch Kindermode kommt nun aus dem Unternehmen Kruse - das Spektrum reicht von drei Monaten bis zu 14 Jahren. _Im Jahre 1990 kauft Andrea-Kathrin Christenson das Familienunternehmen. Kruse-Tochter Hanne stirbt 2002 im Alter von 93 Jahren. Nach wie vor werden die Käthe Kruse Puppen handgefertigt, weshalb sie nicht unbedingt nur etwas zum Liebhaben, Kuscheln und Spielen für kleine Puppenmütter sind, sondern vor allem auch als Sammler-Stücke beliebt sind.